Wanderung des Geraer Wandervereins e.V.

Im Thüringer Burgenland "Drei Gleichen"

Streckenlänge: 16 km

Die Drei Gleichen – jeder kennt sie und ist wohl schon öfter an ihnen vorbeigefahren. Diesmal nun sollten alle drei Burgen auf der Wanderung erkundet werden.

Gestartet am Parkplatz unterhalb der Burg Gleichen ging es an einem kleinen Feldrain neben der Straße nach Mühlberg. Links hinter der Tankstelle führt eine kleine Straße zur Öl- und Graupenmühle, dann weiter durch den Ort zur Kulturscheune.

Ab dort nur noch steil nach oben zur Mühlburg. Der Treppenstieg war mit vielen interessanten Schautafeln bestückt, so hatte man immer einen Grund unbemerkt sich etwas auszuruhen. Oben an der Burg war ein Rundgang geplant: einmal rund um die Burg mit Blick zur Burg Gleichen. Im Burggelände war ein Verein am Schaffen, so dass wir schon vor 10 Uhr hinein konnten.

Nach kurzer Andacht in Radegundes Kirchenschiff (Grundmauern) nutzten wir den Höhenweg durch den Wald zur Aussicht der Herrn Trinius. Nach dem Blick ins Land und einem Rucksackfrühstück marschierten wir geradewegs auf die Wachsenburg zu, die sich allerdings erst nach dem Wald zeigte. Die Burg erobern war eine schweißtreibende Aufgabe.

Den Burghof erreicht, vorbei am Anwesen des Burgbesitzers, konnte der wohl Deutschlands hässlichste Burginnenhof bestaunt werden. Man staunte schon über so viel Asphalt in einer Burg. Dafür gab es einen schönen Ausblick zur Mühlburg und über die Autobahn hinweg zur Burg Gleichen.

Ein steiler Abstieg neben der Schautafel am Eingang der Wachsenburg führte uns direkt nach Holzhausen, einem recht netten etwas verschlafenem Dorf mit dem 1. Deutschen Bratwurstmuseum. Der Blick zurück zur Burg war sehr gut, die Gestaltung des Geländes (mit „unserer“ begehbaren BUGA-Roster) war gut, die Rosterbraterei..., naja, man sollte nur die schönen Dinge in Erinnerung behalten. Richtung Ausgang war zu lesen: „Esst mehr Obst“, das hatten wir verstanden.

Im Ortskern war eine sehr schöne Kastanie (Aesculus flava, Gelbe Roßkastanie) zu sehen, leider war auch eine Bewohnerin nicht mit der Art des Baumes vertraut. Wieder Richtung Wachsenburg gab es erneut einen Rundgang (um die Burg), diesmal etwas länger. Richtung Roter Berg wanderten wir durch einen naturbelassenen Mischwald mit großen Linden, Buchen und Eichen nebst vielen Strauchwerk und Stauden bis hin zu vielen Aronstäben.

Fast um den Berg herum begann der Abstieg. ein Abstecher für die Mineralienfreunde war am Alabasterbruch möglich, bevor es durch die Einöde am Gräfenbrunnen vorbei nach Freudenthal ging.

Das war dort, wo der Graf von Gleichen seine Zweitfrau (mit Segen des Papstes) untergebracht hatte. Die Freuden der Wanderer waren kulinarischer Art, ein großer Eisbecher im Gasthaus Freudenthal (doch mit „h“, A.d.R.).

Zum Abschluss stiegen wir auf zur dritten Burg in dieser Runde. Auf der Burg Gleichen waren die Erfolge der fleißigen Arbeit des Fördervereins zu sehen: eine recht ansehnliche gut erhaltene Burgruine.

Nach einem Rundgang in der Burg und einem Blick auf die erwanderte Umgebung und die „bad lands“, das karge Gesteinslandschaft unterhalb der Burg schlossen wir die Wanderung mit dem Abstieg zum Parkplatz ab.

Ralf Herzer