Wanderung des Geraer Wandervereins e.V.

Wanderung auf den Höhen des Elstertales

am 23.02.2013

Keine 2 Wochen vor unserem Termin genoss ich noch die herrliche Aussicht zwischen Kleinfalke und Großfalka beim Vorwandern.

Doch am Samstag, dem 23.02.2013, kam alles ganz anders! Wir hatten ja noch Winter und der zeigte es uns mächtig. Die Nacht vorher hatte es ununterbrochen geschneit und auch am Samstag ließ der leichte aber stetige Schneefall nicht nach. Dazu kam noch der Wind, der den leichten Schnee ständig durch die Luft wirbelte. Kurzum ein Wetter, wo es gemütlicher zu Hause auf dem Couch wäre.

Doch pünktlich zur verabredeten Zeit kamen die unentwegten Wanderfreunde per Zug oder mit dem PKW auf dem Parkplatz in Wünschendorf an. Die 15 Mutigen, darunter 6 Gäste, 4 davon jüngeren Semesters, waren bestens gerüstet mit Mütze, Kapuze, Stulpen oder auch mit Regenschirm.

Wir liefen durch den Ort in Richtung Falka, entlang mehrerer Gartenanlagen immer bergauf. Hier merkten wir schon, wie schwer es sich im knöchelhohen Schnee laufen ließ. Auf der Höhe angelangt wurden wir von heftigem Wind und Schneetreiben begleitet. Von der herrlichen Aussicht bis nach Weida mit Osterburg und den Getreidesilos in Mittelpöllnitz konnte ich nur berichten, da der Nebel jede Sicht versperrte.

Bald war der kleine Ort Großfalka erreicht und wir kreuzten die Landstraße nach Pohlen. Nach Plan liefen wir fernab von vorbeifahrenden Autos auf einem alten Feldweg, der uns direkt nach Endschütz bringen sollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Wind den ganzen Schnee in den etwas tieferen Weg geweht hatte und so stapften wir jetzt durch wadenhohen Schnee. Froh erreichten wir die gespurte Straße in Endschütz, unser Weg führte uns vorbei am Rittergut und der Hütermühle über die Gleise der ehemaligen Bahnlinie und auf dem beschilderten Waldweg bergauf.

Auf halber Höhe hatten wir unsere erste Rast an einer Jagdhütte mit Vordach. In unmittelbarer Nähe befand sich eine Futterstelle für Waldtiere und ein großes, gut gefülltes, Vogelhaus. Nach unserer Stärkung legten wir den Rest des Anstieges zurück und überquerten die Landstraße nach Großtraxsdorf.

Der Weg führte uns hinab ins Elstertal, teils auf dem EPW und dem Thüringenweg gelangten wir auf sehr schmale Pfade, um ins Elstertal zu gelangen. Durch die Witterungsverhältnisse war der Abstieg nicht ungefährlich und Hilfestellungen waren notwendig, denn die Kondition einiger Gäste war nicht stabil. Bald erreichten wir den Unterhammer und überquerten auf der einzigen Eisenbrücke die Elster, um dann an der Clodramühle vorbei zu unserem vorerst letzten Aufstieg zu gelangen. Unser Mittagessen war in der Gaststätte „Töpferberg“ bestellt. Dort wurden wir schon erwartet und die Bestellung der Getränke und des Essens verlief in einem tollen Tempo. Nach dem Essen unterbreiteten wir den Vorschlag, wieder zum Unterhammer und dann auf der Straße nach Berga zu laufen, da wir vom Tiefschnee langsam genug hatten. Die 6 konditionsreichsten Wanderfreunde liefen jedoch den Höhenweg nach Wünschendorf zurück und waren schneller als die Bahnfahrenden, die die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen überbrücken mussten.

Abschließend kann ich über unsere Wanderung sagen, dass wir hart am Limit waren, uns als ein gutes Team, das sich gegenseitig geholfen hat, bewiesen haben. Wir waren glücklich, dass wir es geschafft hatten und alle gesund und zufrieden nach Hause gekommen sind. Wir werden diese Winterwanderung bestimmt nicht so schnell vergessen!

Angelika Meinhardt

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