Unsere Wanderung im Holzland "Rund um Bad Klosterlausnitz"

am 29. März 2014 von Dietmar Hendel

Der Treff war am Parkplatz an der Berufsakademie in Gera um 8.30. Mit PKW-Fahrgemeinschaften ging die Fahrt nach Bad Klosterlausnitz zum Parkplatz an der Straße zur BAB 9. Dort kamen noch einige Wanderfreunde dazu - wir waren 26 Teilnehmer. Vom Parkplatz ging es ab 9.00 Uhr durch Waldwege und am Moor entlang bis zum Aussichtspunkt am Moor. Dort war bei schönem Wetter im Freien die Frühstückspause angesetzt.

Danach führte die Strecke bergab in Richtung Mühltal zur Meuschkensmühle. Hier war keine Einkehr vorgesehen; es ging wieder bergauf durch das "Stille Tal" zur "Roten Pfütze", einen Teil des Sumpfgebietes. In Richtung Bad Klosterlausnitz gelangten wir an den "Försterteichen" vorbei zum "Holzborn", auch genannt "Kaiser-Quelle". Von dort war es nicht weit bis zur Straße, über die wir zunächst am Kurpark vorbei bis zu unserer "Futterstelle", zur Gaststätte "Holzlandstube" liefen. Diese Gaststätte und das darüberliegende Heimatmuseum befinden sich in der ehemaligen Brauerei. Das Mittagessen wurde bereits am Frühstücksplatz per Handy bestellt. Eine Spezialität dieser Gaststätte sind Gerichte aus Pferdefleisch. Das wurde genutzt und 10 Wanderfreunde bestellten sich Pferdegerichte.

Nach dem Mittagessen gab es einen weiteren Höhepunkt in Form des Heimatmuseums. Das Museum wird vom Heimatverein Bad Klosterlausnitz betreut und wir konnten durch die Erklärungen von zwei freundlichen Mitgliedern des Vereins viel Interessantes über die Region, Bad Klosterlausnitz und die ehemalige Brauerei erfahren. Wer weiß schon, dass es einmal direkt neben dem Ort eine Sprungschanze gab! Das Museum kann täglich außer Montag und Mittwoch jeweils nachmittags besucht werden.

Im Anschluss an den Museumsbesuch führte der Rest der Wanderung uns durch den frühlingshaft geschmückten Kurpark zurück zum Ausgangspunkt. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns, es war trocken, sonnig, aber nicht zu warm.

In der Zusammenfassung einige kurze Angaben zur Region und zur Strecke

Das Holzland

Das Waldgebiet zwischen Eisenberg, Hainspitz und Bad Klosterlausnitz wird als "LSG Eisenberger Holzland" bezeichnet. Das als "Altenburger Holzland" bekannte Waldgebiet (es gehörte bis 1918 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg) umfasst im engeren Sinne folgende 8 Orte mit ihrer Umgebung: Hermsdorf, Oberndorf, Bad Klosterlausnitz, Weißenborn, Tautenhain, Reichenbach, St.Gangloff und Schleifreisen. Die Dörfer entstanden als Rodungssiedlungen etwa im 10. bis 12. Jh. Aufgrund des Holzreichtums und wenig Möglichkeit zur Landwirtschaft entwickelten sich für das Holzland typische Tätigkeiten der Holzverarbeitung. Auch Pech, Harz und Holzkohle wurden gewonnen.

Bad Klosterlausnitz

Kurort mit ca. 3000 EW. Die Ortsentwicklung ist mit der Geschichte des ehemaligen Augustiner - Nonnenklosters "Maria Stein" verbunden (um 1132), erste Erwähnung 1137. Es war ab 1410 Wallfahrtsort und wurde 1526 bedingt durch die Reformation aufgehoben und in ein fürstliches Kammergut umgewandelt. Die heutige Kirche errichtete man 1863/66 im neuromanischen Stil aus den Resten des alten Klosters. Ab 1880 begann der Kurbetrieb als Luftkurort. 1929 gründete der Klosterlausnitzer Gastwirt Hermann Sachse in seinem Gasthaus ein Moorbad. Das Material kam aus den nahe gelegenen Sümpfen. 1932 wurde die Bezeichnung "Bad" verliehen. 1954 wurde Bad Klosterlausnitz Ferien- und Erholungsort des FDGB. Das herzogliche Brauhaus (Braurecht durch Herzog Christian 1696) übernahm 1848 die Braukommune Klosterlausnitz; die Brauerei wurde 1972 "VEB Holzlandbräu", danach stillgelegt und war noch bis 1976 Auslieferungslager.

Das Mühltal bei Eisenberg

Ein ca. 8 km langes Tal zwischen Kursdorf und Weißenborn, vom Bach Rauda durchflossen. Die Mühlen (Mahl- und Sägemühlen) entstanden im Mittelalter (13. - 17.Jh.) und tragen die Namen der ehemaligen Besitzer oder Namen nach ihrer Funktion. Die Meuschkensmühle war bis 1968 im Besitz von Milo Barus, dem einst stärksten Mann der Welt.

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