Rund um Münchenbernsdorf

Am Samstag, 17.05.2014, führte uns eine Wanderung rund um die Kleinstadt Münchenbernsdorf. Sie liegt ca. 15 km westlich von Gera und besitzt seit ein paar Jahren einen Autobahnanschluss zur BAB 9 der sich "Lederhose" nennt.

Die Wanderung von 11 km führte uns in einigen Abstand rund um die gesamte Kleinstadt. Dabei wollten wir eigentlich eine größere Anzahl von Damm- und Rotwild im Tiergehege beobachten, darunter auch einen weißen Hirsch. Leider befanden sich nur wenige Tiere im Gehege. Die anderen waren wohl als Festbraten zu Weihnachten verspeist worden.

Weiter ging die Wanderung durch das Gelände der ehemaligen WiFo.

Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (kurz WiFo) war eine 1934 in Berlin durch das Reichswirtschaftsministerium gegründete Tarnfirma, welche für die Beschaffung, Lagerung und Herstellung von kriegswichtigen Rohstoffen zuständig war und damit die Logistik der Wehrmacht sicherstellen sollte. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Errichtung von geheimen Großtanklagern, darüber hinaus war sie für den Betrieb von Mineralölkesselwagen, Tankschiffen, den Ausbau von Transportstrecken und den Betrieb von Werken zur Chemiegrundstoffherstellung zuständig. Es gab in Deutschland mehrere dieser Standorte, so auch in Münchenbernsdorf.

Hier unterhielt die Wehrmacht zur Nazizeit ein Tanklager, welches nach Kriegsende durch die Sowjetarmee bis zu deren Abzug weiter betrieben wurde.

Weiter ging es ins Teichtal, wo wir uns das an diesem Tag eröffnete Naturbad des kleinen Örtchen anschauen konnten. Dabei äußerten einige von uns, hier schon in ihrer Jugend gebadet zu haben. Vorbei am Garten von unserer Wanderfreundin Erika, der wirklich sehr schön gestaltet und gepflegt war, ging es zum Schützenhaus und weiter in Richtung Sportplatz, in die dortige Gaststätte mit gut bürgerlicher Küche.

Nach der Einkehr führte uns unser Weg über die "Schöne Aussicht" zurück zu unseren Fahrzeugen.

Nach einhelliger Meinung war es eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit wirklich herrlichen Ausblicken. Auch das Wetter war auf unserer Seite, obwohl der Wetterbericht etwas anderes vorher gesagt hatte. Man soll sich deshalb nie abschrecken lassen mit zu wandern.

Thomas Weiser