Wanderung des Geraer Wandervereins e.V.

Plauen, Elsterbrücke-Jocketa, Mosenturm

am 16.09.2017

Bei Temperaturen, die schon auf den kommenden Winter aufmerksam machten, wanderten wir mit einer Gruppe von 19 Wanderfreunden los. Unser erstes Ziel war die Pfaffenmühle, die wir nach ca. 3 km erreichten. Wenn auch die Pfaffenmühle keine weiteren Gäste hatte und daher genügend freie Plätze, konnten wir unsere Rucksackverpflegung nicht dort einnehmen. Wir fanden auf dem angrenzenden Spielplatz die Möglichkeit zur Rast. Frisch gestärkt drängten die Wanderer nach 20 Minuten zur nächsten Etappe. Es ging durch das Nymphental, vorbei an der Teufelskanzel, der Elster entlang bis zur Elstertalbrücke-Jocketa, der „kleinen Schwester“ der bekannten Göltzschtalbrücke.

Sie wurde 1846-1851 von 900 Arbeitern erbaut, 1945 zerstört und 1950 wieder hergestellt. 1959-1962 wurde sie überholt. Die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt mit Ihren 68 m Breite und 279 m Hohe bietet eine Überfahrt für die Eisenbahn ganz oben und darunter einen Überweg für Fußgänger.

Wir nahmen den steilen Aufstieg über die Naturtreppe, überquerten die Brücke und wurden mit einem herrlichen Blick über das NSG Triebtal belohnt. Auf der anderen Seite der Elster angekommen, ging es nun nach erfolgreichem Abstieg weiter in Richtung Julius-Mosen-Turm auf dem Eisenberg. Der erste Teil des Weges war ein romantischer Wasserwanderweg entlang der Trieb mit wasserumspielten, moosbedeckten Felsgruppen bevor der 800 m lange, steile Anstieg zum Mosenturm folgte. Im Anschluss hatten wir uns unsere Mittagspause redlich verdient. Auch hier, am Fuße des Mosenturms hatten wir wieder eine super Aussicht, dieses Mal über die Talsperre Pöhl. Nach dem Essen bestiegen einige Wanderer noch den Mosenturm mit seinen 74 Stufen und 14 m Höhe. Die Aussicht auf die Talsperre mit Staumauer, die Elsterbrücke und vielem mehr war wunderschön.

Der Mosenturm wurde 1882 als Holzturm errichtet und 1897 durch einen Ziegelsteinbau ersetzt. Benannt nach der Frau des Rittergutsbesitzers Pöhl, dem das Land gehörte, hieß er Charlotten-Turm. Erst 1953 wurde aufgrund eines Heimatfestes der Schule und anlässlich des 150. Geburtstages des Heimatdichters Julius Mosen der Turm in Julius-Mosen-Turm umbenannt.

Unser Gruppenfoto vor dem Turm, zur Erinnerung an unseren Besuch, noch gemacht, ging es weiter am Lochbauer, einer Ausflugsgaststätte, vorbei zum Ausgangspunkt unserer 13 km langen Wanderung. Hier beendeten wir den offiziellen Teil und es stand allen Wanderfreunden frei die Zeit noch für eine Einkehr in das Waldhaus zu nutzen, die Heimfahrt anzutreten oder die Flugshow der Greifvögel der „Falknerei Herrmann“ zu besuchen. 8 Wanderer ließen sich die Greifvogelshow nicht entgehen und waren sehr glücklich darüber. Die Show, welche uns der Inhaber der Falknerei bot, war sehr gelungen, interessant, lehrreich und locker vorgeführt. Insgesamt war es eine schöne romantische Wanderung mit vielen schönen Ausblicken über die Landschaft ganz in unserer Nähe. Mit vielen schönen Eindrücken traten wir die Heimfahrt an.

Ursula Ermler