Wanderung des Geraer Wandervereins e.V.

Rund um Reudnitz

am 06.05.2018

Diesmal hatten wir uns das Vogtland südlich von Greiz als Wanderziel ausgesucht. Wieder mit Fahrgemeinschaften fuhren wir ab Gera los. Unser Treffpunkt sollte die Parkfläche neben dem Feuerwehrhaus in Gottesgrün sein. Doch leider kamen wir wegen eines groß angelegten Radrennens nicht so weit. Die Straße war voll gesperrt und so stellten wir unsere Fahrzeuge in der Agrargenossenschaft in Reudnitz, mit gemischten Gefühlen ab, in der Hoffnung, das Tor bei unserer Rückkehr offen vorzufinden. Mehr oder weniger als Zuschauer des Radrennens liefen wir nun zum eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung und begannen die 12 km lange Tour wie geplant. Sie führte uns durch die Ortsmitte und dann bergan zur Milchviehanlage auf eine Anhöhe. Von hier aus hatten wir einen schönen Ausblick in Richtung Reudnitz/Mohlsdorf.

Nach Überschreiten der Straße Greiz-Werdau führt uns der Weg in ein kleines Tal und weiter an den südlichen Rand des Werdauer Waldes. Bald erreichten wir im Wald das Wasserwerk Neudeck. Dieses nutzt einen Quellarm des Aubaches. Den Feldweg gingen wir nun bis in den Reudnitzer Ortsteil „Neudeck“ und kamen am alten Mühlengut vorbei, das schon 1565 hier erbaut wurde. Durch den Wald erreichten wir die „Lehmhäuser“, eine kleine, aus 4 Häusern bestehende Siedlung. Der Waldweg brachte uns nun zu einem kleinen Teich, dem „Marksloch“, einer uralten geographischen Bezeichnung. Vom Waldrand aus sahen wir die ersten Häuser von Mohlsdorf. Der Anliegerstraße folgten wir abwärts zur Hauptstraße. Bald ist das alte Traditionsgasthaus „Zum kühlen Morgen“ erreicht, in welchem unsere Mittagspause vorgesehen war. Nach Voranmeldung aßen wir mehrheitlich Eisbein mit Meerrettichsoße und Grünen Klößen, welches vorzüglich geschmeckt hat. Auch unsere Nachbestellungen von Klößen und Soße bekamen wir schnell und freundlich serviert.

So gestärkt wanderten wir weiter und liefen an einem alten Textilbetrieb vorbei Richtung Kahmer, wir verliessen die Straße und gelangten auf einen romantischen Weg entlang des Gottesgrüner Aubaches. Am Ende des Weges befand sich ein alter Trafoturm, welcher jetzt als Artenschutzzentrum genutzt wird. Nach einem letzten Anstieg gingen wir in Richtung Reudnitz, wo unsere Autos auch noch standen und das Tor der Agrargenossenschaft unverschlossen auf uns wartete. Erleichtert traten wir unsere Heimfahrt an.

Angelika Meinhardt