Bergfahrt zur Geraer Hütte (2326 m)

Die Geraer Hütte liegt auf dem Tuxer Hauptkamm. Eine Gruppe Senioren vom Geraer Wanderverein hat diese Fahrt schon lange geplant und nun endlich verwirklicht.

Als Geraer müssten wir doch endlich zur Geraer Hütte. Nächstes Jahr könnte es schon zu spät sein, so die Gedanken. Eine Erlebnistour sollte es allemal werden. Viele Vorbereitungen waren dazu notwendig.

Der Termin, Ende August 2002, wurde bereits im Oktober 2001 festgelegt. Im zeitigen Frühjahr wurden dann per Internet, www.geraerhuette.com, die Hüttenplätze bestellt.

Für uns Senioren kam es darauf an, stressfrei den Ausgangsort St. Jodok zu erreichen. Ausgeruht sollte der Aufstieg zur Hütte beginnen können. Auch hier haben wir mit Hilfe des Internet eine Hotelunterkunft gefunden. www.gasthof-lamm.at Und so ging es los.

Am Sonntag dem 18.08. haben wir uns 7:00 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt (PKW Fahrgemeinschaft) getroffen. Vor Ort haben wir festgestellt, dass eine Bahnanreise gut möglich ist.

Austausch der Handyrufnummern und festlegen der Zwischenstops und „gute Fahrt“. 14 Uhr waren alle im Hotel angekommen. Kurz danach erfolgte der Informationsrundgang.

Am nächsten Morgen 8:00 Uhr Abfahrt mit dem Postbus bis Toldern in das Schmirntal. Die PKW durften für die nächsten Tage auf einer Wiese des Gasthofes stehen bleiben. Einen öffentlichen Parkplatz haben wir nicht gesehen.

Im Rucksack: Schlafsack, Trinkflasche (mind. 1 Ltr.) und Verpflegung. Durch das Wildlahnertal ging es beständig hinauf. Da uns der ganze Tag zum Aufstieg zur Verfügung stand, konnten wir entsprechende Pausen einlegen. Erschrocken waren wir und wollten es kaum glauben, als wir bei einer Pause den weiteren Wegeverlauf sahen. Oben krabbelten wie Ameisen Bergwanderer, die wie wir, über das Steinerne Lamm zur Geraer Hütte wollten. Tief durchatmen , einen kräftigen Schluck aus der Trinkflasche und nach 2 Stunden standen wir am Steinernen Lamm (2528 m).

Nun lag die Hütte beruhigend nahe unter uns. Nach einer langen Pause, bei bestem Wetter und guter Fernsicht haben wir dann nach 6 Stunden die Geraer Hütte erreicht. Eine Dusche, reichliches Bergsteigeressen vom Hüttenwirt und ein Schlaflager mit entsprechenden Geräuschen hat die Anstrengung des Tages schnell in Stolz auf das Vollbrachte umschlagen lassen. Immerhin war der älteste Teilnehmer, unser Gerhard Müller, bereits 76 Jahre alt und 80% der Teilnehmer war über 60 Jahre. Einige waren auch nicht untergewichtig.

Der nächste Tag war für meisten Wanderfreunde als Ruhetag geplant. Er war so schön, dass alle den Rucksack schnürten und mit dem Aufstieg zum Bergwerk begannen. Für die Männer war das Tagesziel erst mit dem Aufstieg zur Alpeiner Scharte (2959 m) erreicht. Die Aussicht war phantastisch.

Noch einmal gutes Essen und 1 Nacht in der gut gefüllten Hütte.

Der Abstieg am nächsten Morgen wurde uns dadurch erleichtert, dass unsere Rucksäcke mit dem Transportlift in das Valstal, transportiert wurden.

3 Stunden Abstieg. Um 12:00 Uhr hat uns der Postbus wieder nach St. Jodok gebracht. Unser Hotel hatte die Tafel zum Mittagessen bereits gedeckt.

Nach dem Essen hat sich die Gruppe geteilt. Ein Teil blieb noch einige Tage in der Region, während die Anderen nach Hause fuhren.

Die Bergfahrt war für uns Wanderfreunde ein unvergessliches Erlebnis.

Helmut Lorenz

Geraer Wanderverein