Wanderung im Zeitzer Forst am 10.03.2001

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* Wanderstrecke

Beginn Parkplatz Breitenbach (am Sportplatz) - durch den freien Teil des Zeitzer Forstes zum Ossiggrund - Aufstieg auf der anderen Seite (oben gute Sicht auf Zeitz) - durch den Wald und Fahrweg hinab nach Raba - Aufstieg zur Haynsburg (Einkehr möglich) - dann über Feld- und Wiesenwege durch die Ortschaften Goßra und Schlottweh wieder  nach Breitenbach - gesamt  ca. 16 km.

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Die nachfolgend genannten Objekte und Kulturdenkmale liegen an der Wanderstrecke.

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* Zeitzer Forst

Waldgebiet zwischen Gera und Zeitz. Ehemals bekanntes Ausflugsgebiet mit der Schneidemühle als Ausflugsgaststätte (jetzt geschlossen). Nach 1945 war ein großer Teil Truppenübungsgebiet der Roten Armee und deshalb gesperrt. Auch jetzt ist wegen Munitionsresten im Wald nur der Teil östlich der Straße Breitenbach - Lonzig freigegeben. Durch das Mischwaldgebiet im freien Teil führt der Ossiggrund, durch den die Aga fließt (sie mündet bei Raba in die Elster); es gibt mehrere seitliche Schluchten.

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* Die Haynsburg (Kulturdenkmal)

Erste Erwähnung 1185; erbaut zum Schutze der Handelsstrassen und Kontrolle der Elsterfurten; Gebäude der Gotik und Renaissance, ehemals Sitz der Bischöfe von Naumburg-Zeitz,  ab 1815 im Besitz Preußens, ab 1992 Besitz der Gemeinde Haynsburg; jetzt Gaststätten, Pension, Reiterhof, Turmbesteigung möglich, gute Fernsicht vom Turm (wenn das Wetter es will); neben der Burg gleichnamige Gemeinde Haynsburg

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* Reste der Reichsburg in Breitenbach (Kulturdenkmal)

Gegründet Anfang des 12. Jahrhunderts zur Regierungszeit Conrad d. III. durch den Ritter Euenrados de Breitenbuch - daher der Ortsname Breitenbach. Anfangs befestigtes Jagdhaus, danach Ausbau zur Burg. Nach mehreren Bränden ca.1270 aufgegeben. Nur noch Reste des Burgwalls vorhanden.

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* Reste der Kempe in Breitenbach (Kulturdenkmal)

Erbaut ca. 1288 aus den Rest-Steinen der Reichsburg als Wohnturm mit ehemals 5 Stockwerken, letzter Bewohner war 1536 ein Bischof Philipp, danach Verfall; Mauerreste vorhanden.

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* Freidenkerfriedhof an der Straße Haynsburg - Goßra

Eingeweiht 1923 als privater Friedhof für die Familie Reichhardt und die Freidenkergemeinde aus der Umgebung (Herr Reichhardt erwirkte dazu einen Beschluß  des Reichsgerichtes). Grabsteine mit weltlichen Inschriften. Friedhof ist in Privatbesitz.

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* Wetterkreuz (Kulturdenkmal) - ca. 1 km abseits

An der Straße Haynsburg - Katersdobersdorf befindet sich ein altes steinernes Wetterkreuz mit Inschriften. Es sollte in früheren Zeiten die Menschen bei Unwettern vor Schäden bewahren.

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* Zeitz (sichtbar wenn es das Wetter erlaubt)

Entstanden im 6. Jahrhundert als slawische Siedlung; 967 erstmalig erwähnt als "Cici"; ab 968 Bistum Zeitz; ab 1656 bis 1718 Sitz des Herzogs Moritz der Linie Sachsen-Zeitz; danach gehörte es zu Sachsen, jetzt Sachsen-Anhalt. Ehemals bedeutende Industrie, davon sind nur Reste (Zemag, Zuckerfabrik) erhalten geblieben. Als Attraktion unterirdische Gänge ähnlich der Höhler in Gera.